Sonntag, 13. Mai 2012

Pack deine Sachen und nimm alles mit, was dir wichtig ist und was dir gefällt.

Wie war das eigentlich in Stuttgart? Exkursion für zwei Tage mit der Buchwissenschaft. Teil II. Nach nur wenigen Stunden Schlaf fühlt sich jedes Frühstück wie ein Katerfrühstück an. Die Münchner Jungs erscheinen gar nicht erst. So sehen eben Sieger aus. Es folgen Vorträge von supermotivierten, schwäbischen Abteilungsleitern, Praktikanten und Trainees, die immer wieder die "flachen Hierarchien" und ihren Bachelorabschluss betonen. Den haben sie ja auch in der Tasse - äh Tasche. Nach diesen zwei Stunden steht für uns alle fest: Unsere Zukunft beginnt nur hier in Stuttgart. Zudem füttert man uns mit Kuchen, Cola und Kaffee an. So viel wir wollen. Lagerbesichtigungen. Hochlager. Tieflager. Logistikarbeiten. Kisten packen. Versand. Vorträge von der Social Media-Abteilung, die die Möglichkeiten des Internets als - sorry, "cool" beschreiben und mal eben in die Runde fragen, wer denn Facebook und Twitter nutzt. Es bewegen sich kaum Hände. Uncool. Vielleicht liegt es auch nur an der Übersättigung von Süßigkeiten, die uns träge werden lassen. Mittagessen in der Kantine. Alle sitzen an einem Tisch. Flache Hierarchien und so. Endlich mal richtiges Essen. In Gedanken sind wir längst auf dem Heimweg oder in Hotelbetten. 16 Uhr füllt sich der Bus, Rainer sitzt wieder am Steuer und wir merken: "Mist. Die Lunch-Pakete haben sie vergessen". Hätten wir das gewusst! Gut, dass wir uns noch eine Flasche Wein mitgenommen haben. Spring Break! Sonnenuntergangsstimmung. Kino im Bus. Raststättenpommes und irgendwann die Lichter der Stadt. Zurück Zuhause. Wieder getrennte Betten und kein Gute-Nacht-Fernsehen. Aber einen Kopf voller Wissen über die Buchbranche und den größten Zwischenbuchhändler.


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