Freitag, 2. März 2012

Tonight make me unstoppable.


Wir tanzen uns wieder durch die Stadt. Schlimmer als Moritzbastei geht nicht? Oh doch. Irgendwann kennen wir jeden Club. Wohnheimparty. Anstoßen mit dem guten polnischen Wodka und edlen 1,99€ Tröpfchen. Drei Flaschen für fünf Personen. Ein Weg von fünfzehn Minuten. Kein Problem. Randale vorm Club kennt man sonst nur von Karl-Marx-Stadt. Hupende Autos, türsteherähnliche Besucher und der Facebook-Check-In-Point gleich an der Abendkasse. Dorfdisko im Nachtcafé Leipzig. "Vielleicht ist es dieses Mal ganz anders. Ich kann mich schon gar nicht mehr an unseren ersten Besuch erinnern." Vielleicht auch besser so. Beim Bitch-Bingo hätte gewonnen: Breiter Gürtel, asymmetrischer Pony, Strähnchen in drei Farben, weiße Stiefel, weißes Hemd mit Tribals, Make-up-Augenbrauen und Minihandtäschchen. Hüften shaken zu "The Finest in Black and House" finden wir gut, aber das aufdringliche Publikum und die unfassbaren Getränkepreise für Gin Tonic lassen unsere Stimmung schnell abkühlen. Früher als gedacht sitzen wir im Nachtbus und seufzen. "Meine Füße tun weh. Jetztn Taxi. Jetztn Auto. Das wärs." "Aber wir könnten eh nicht mehr fahren." "Jetzt nüchtern sein." "Das wärs. Hach." Was betrunken auch nicht gut funktioniert: Gedichte rezitieren. "Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst, und übe, dem Knaben gleich, der Disteln köpft, an Eichen dich und Bergeshöhn." Verrückt, aber zum Liebhaben.

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