Montag, 12. März 2012

You can stand under my umbrella.


Durch die Nacht mit Elisabeth von Stundenstrumpf und SugarDaddy. Projekt: Wir testen Leipzig bei Nacht geht in eine neue Rund. Part VI. Zwei Clubs in einer Nacht. In feinen Kleidern und mit Fliege betreten wir den Studentenkeller. Geschlossene Veranstaltung. Am Eingang gibt es Getränkegutscheine. "Mit drei Euro kommst du hier ziemlich weit." Wir schauen uns an: Keiner will so richtig tanzen. Alle stehen an der Bar. Bis jemand auf die Idee kommt: "Lasst uns Geld sammeln." "Pass auf. Ich geb dir zehn Euro und du tanzt eine Minute lang auf dem Tisch." Kein Problem für SugarDaddy. Die Leute am Tisch sind verstört. Mit so etwas hat keiner gerechnet. Wir jubeln begeistert. Verlassen die Party an ihrem Höhepunkt und tippeln barfuß in die Innenstadt. Ziel: Club L1. Oder wie es mir an dem Abend beschrieben wurde: "Ein Club voll mit alten Säcken, die sich übertrieben an junge Mädels ranschmeißen oder alte Schabracken, die sich mit 40 Jahren nochmal in den Minirock schmeißen und junge Kerle abschleppen wollen." Auf jeden Fall sollte man sich die Leute besser von vorn und von hinten ansehen. Da liegen manchmal 30 Jahre dazwischen. 10 Euro Eintritt für die Herren. Großstadtpreise dank Großstadt DJs. Sonst auf Festivals wie SonneMondSterne, Nature One und der Love Parade - diesmal in Leipzig: Die Tune Brother. Sie sagen selbst: "House in allen Facetten, in Kombination mit dem richtigen Partyvibe". Eine gut gefüllte Tanzfläche, Coktails für 8 Euro, Frauen mit breiten Gürteln und zu langen Extensions, Männer in aufgeknöpften Hemden und viele Stroboskopblitze später mit Schuhen in der Hand nach Hause laufen und immer noch singen "I got a hangover, wo-oh! I've been drinking too much for sure. I got a hangover, wo-oh!". Ein passender Satz: "Wir haben uns im L1 schon mal mehr gelangweilt."

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