Mittwoch, 4. Januar 2012

I wanna be a gangster.

Die f e t t e s t e P a r t y im Jahr findet immer am Silvesterabend statt. Sagt man. Nur wer da richtig feiert, kann alle bösen Wintergeister vertreiben. Unser Motto für den Abend: Wir mögen alle keine Silvesterfeiern. Feiern kurz, aber heftig. Drei schicke Jungs und die PrimaBallerina wurden in der  riiiiot girls-WG im Stadtteil Schleußig erwartet. Wir verziehen uns lieber in den Westen der Stadt und entkommen den Straßensperren und kriegsähnlichen Zuständen. "Kommt rein, ihr Lieben. Wir haben hier Tequila, Gin, Schlammbowle, Bier, Sekt, Gisela..." "So viele Leute sind wir doch gar nicht." "Na und?" Jeder der ein Getränk erhält, bekommt einen Strich auf den Unterarm. Da weiß man auch am Ende des Abends, was man getrunken hat. Einstudierte Tänze, fröhliche Menschen in der Küche, Hasen, die sich unter Betten verstecken, zu zweit ist gut munkeln, ein wunderbares Buffet und Glitzer im Gesicht. Zwei Fronten geraten aneinander. "Bayern München ist doch scheiße." "Für wen bist du denn?" "Na, für Schalke!" "Waaas!" "Bayern, ja, die machen das doch alles nur fürs Geld. Und außerdem. Ich sag nur: 2001." Am Ende liegen sich alle in den Armen. Love is all you need. Zwei Stunden nach der Ankunft: Alle betrunken. "Mist, wir müssen noch zwei Stunden durchhalten." Kurz vor 0 Uhr. Jacken anziehen. Fremde Hochhäuser besteigen und über Leipzigs Dächer schauen. "5, 4, 3, 2, 1... Wuuuuhu!" Küsse, Umarmungen, Wunderkerzen, Sekt, liebe Gesichter und kleine Tränen in den Augen, weil das alles so schön aussah. Goldregen vom Himmel. Nebel von den Straßen. "Schön, dass du hier bist." "Danke, dass ich hier sein durfte." Für solche Nächte, eigentlich zu früh zu Hause. Beim nächsten Mal gehen wir es langsamer an. Aber zu Hause heißt ja nicht Augen zu. Die Nächte im Hostel Leipzig-Südost gehen bekanntlich lang. Besuch um diese Uhrzeit: Immer willkommen. Für das nächste Jahr merken: Bleigießen ist nicht so spannend wie man denkt. "Hm. Das wird ja gar nicht flüssig." "Und was ist das jetzt?" "Ein Fisch oder Wurm." "Bei mir auch." "Das heißt: Üble Nachrede." Wir hoffen doch besseres.




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