Dienstag, 21. Juni 2011

The Fairytale Of Mister Flopsy.

Es waren einmal ein Feuerwehrmann und eine Prinzessin, die an einem Dienstagnachmittag auf dem Weg zurück zu ihrer Wohnung waren. Doch nach kurzer Fahrt stoppten sie. "Da lag doch etwas auf dem Boden. Wollen wir umkehren?" "Wir müssen nachsehen." In der Ferne sahen sie einen kleinen, hellbraunen Körper auf der Straße liegen.


Behutsam hoben sie den kleinen Hasen auf. Hatte ihn jemand vergessen oder wurde er achtlos weggeworfen? Doch niemand in der Umgebung schien ihn zu vermissen. Die Prinzessin stellte gleich fest, dass er mit den Verletzungen keinen Hoppler mehr tätigen könne. So entschied der Feuerwehrmann, dass sie ihn mit nach Hause nehmen und er sofort operiert werden müsste.


              In der hauseigenen Krankenstation wurde das kleine Häschen untersucht. Zu einem schlimmen Beinbruch wurden noch Schmerzen in der linken Pfote diagnostiziert. Es schien kein leichter Fall zu werden. Kurz nach dem Erstellen eines neurologischen Gutachtens, war der Patient nicht mehr ansprechbar. Der Neurologe gab ihm nach dem Hinweis auf ein Hirn-Schädel-Trauma den Namen Flopsy.


Gespannt wartete das gesamte Krankenhauspersonal auf das Ende der Operation. Keiner wollte den großartigen Moment verpassen, wenn die Oberärztin für Orthopädie sagt: "Wir haben dem unbekannten Patienten das Leben gerettet."


Aber Mister Flopsy war ein starkes Häschen und wachte eine halbe Stunde nach seiner Operation auf. Die Ärzte erklärten ihm, was passiert sei und fragten, ob er sich an seine Helfer erinnern könnte. Aber Mister Flopsy erinnerte sich nur an ein feuerwehrrotes Leuchten und ein warmes Gefühl auf seinem Fell. Leider durfte er sich mit seinen unbekannten Findern noch nicht aussprechen. Es stand noch eine große ärztliche Maßnahme bevor. Das Schleudertrauma musste bekämpft werden.

Mister Flopsy standen die Haare zu Berge, bis er verstand: Natürlich, das Schleudern rückwärts würde seine Kopfschmerzen und Übelkeit lösen. Schongang und 30°C - was für eine Wohltat. Der Feuerwehrmann und die Prinzessin warteten gespannt auf den Augenblick, wenn sie ihren kuschelweichen Freund endlich richtig in die Arme schließen dürften.


Strahlend weiß, nach Vanille duftend, gesund und sichtlich erleichtert, durfte Mister Flopsy die Krankenstation verlassen. Urlaub auf den Bahamas - das wäre jetzt genau richtig. So verbrachte der kleine Hase, der erst ganz einsam auf einer großen Straße lag, nicht wusste, wer er war, seinen Genesungsurlaub auf einer kleinen Insel mit seinen zwei neuen Freunden.


Aloha und liebe Grüße aus Long Island. Euer MISTER FLOPSY
Feuerwehrmann, Neurologe, Herzmensch und Fotograf: (c) Mister Kartoffelwasser

Kommentare:

  1. Wundervoll! Eine herzerwärmende Geschichte. Bezaubernd und rührend. Ich muss mir nun die Augen trocknen.

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  2. Ich freue mich sehr, dass du, liebe Sonja, es gelesen hast. Du hast das Operations-Team sehr gut vervollständigt.

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  3. Elisabeth von Stundenstrumpf22. Juni 2011 um 11:39

    die großen geschichten schreibt doch immer das leben selbst. bravo!

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