Samstag, 19. März 2011

"La-la-la-la-Leipzig, ich liebe dich."

Ein großer Tag für den kleinen Schritt auf der Karriereleiter. Auf Grund der Teilnahme an einem Seminar zum Thema "Berühmte Bücher" durfte ich einen Essay verfassen, der abgedruckt und, auf der Buchmesse, in einem Buch veröffentlich wurde. BUCHGESCHICHTEN. Geschichten über kuriose Entstehungen von Büchern oder spannende Autorenbiografien. Leipzig liest. Die Studenten der Leipziger Buchwissenschaft und der Hamouda-Verlag stellten ihr Werk im Reclam-Archiv vor.

























Das Abendprogramm war schnell gefunden. Facebook schreibt: Clueso gibt in Leipzig ein spontanes Geheimkonzert im Café Telegraph. Danke für diesen Tipp. Anstehen vor dem Café.  Der perfekte Plan um sich in der Anstehschlange vorzuschleichen: "Entschuldigung, darf ich mal durch? Ich bin Prostituierte."
 
Punkt 1: Situation erkennen: "Scheiße, wir kommen doch hier niemals mehr rein."
Punkt 2: Imaginäres Telefonieren und heimlich dabei durch die Menschenlücken bewegen: "Aha. Ja. Aha."
Punkt 3: Mit den vor- und nach anstehenden Menschen anfreunden: "Cluesn Alter. Was gehtn?"

Oh mein Gott. Wir sind drin. Und auf der Bühne stand auch wirklich Clueso. "Wir mussten heute den ganzen Tag Interviews geben aber eigentlich wollen wir nur Musik machen und haben richtig Bock auf Euch." Und es wird getanzt, getanzt die ganze Nacht. Ok, lass tanzen. "Diese Interview-Leute haben echt einen mitlaufen. Fragen mich, was ich für Unterhosen trage oder wie mein Bauchnabel aussieht. Aber immerhin spielen die meine Musik." Bei solchen spontanen Konzerten kann man auch einfach mal ein Lied abbrechen: "Nee, da hab ich jetzt keinen Bock drauf. Ich würde auch gern für Euch "Chicago" spielen aber ich krieg das nicht mehr so richtig hin auf der Gitarre." (aus Spaß mal gefragt) "Kann das wer?" Meldung im Publikum. "Das ist Georg. Er spielt euch jetzt "Chicago"... ach und singen kann er auch. Verkack das nicht." Aber Georg war super. Steht der Junge auf der Bühne, mit Gitarre, singt mit Clueso und alle klatschen. Doch ich fühl mich federleicht. Schlagzeug. Saxophon. Georg gehört nun zur Band (singt mittlerweile mehr als Clueso selbst) und Clueso rappt. La-la-la-la-Leipzig, ich liebe dich. Und wir dich. Das war das allerallerbeste Konzert. So ein unglaubliches Gefühl. Die wunderbarste Stunde. Einfach sprachlos auf dem Marktplatz stehen, zum Himmel starren und am liebsten ganz laut rufen wollen:
"Ich will zurück nach Chicago."

Komm, Jessy. Lass mal kuscheln.

Kommentare:

  1. Elisabeth von Stundenstrumpf19. März 2011 um 14:19

    schön war's.

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  2. Und so war das:
    http://www.youtube.com/watch?v=9dzNO8SMZxU&feature=related

    Für all die, die nicht dabei waren.

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  3. Great work keep it coming, best blog on earth

    generic paxil

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