Montag, 20. Dezember 2010

Heute trage ich mal eine Waschmaschine mit mir herum.

Weihnachtsmarkt mit Bratwurst essen und Glühwein trinken. Weihnachtsgeschenke suchen und planlos durch die Gegend laufen. "Hm, oh, da ist ein Baum. Schöner Baum". "Menschen, so viele Menschen". Geschichten vorlesen im Buchladen.

"Damit nach der Wäsche jedem Kind wieder der richtige Schlüpfer ausgehändigt werden konnte, hatten die Mütter zuvor Vor- und Nachnamen ihrer Söhne hineingestickt und waren damit einer Form von Freizeitgestaltung nachgegangen, nach welcher derzeitiger Damenwelt der Sinn nicht mehr steht. Riefe man heute eine Freundin an und fragte sie, was geht ab, und es käme die Auskunft, sie würde gerade den Namen ihres Sohns in dessen Slip sticken, dann dächte man doch bei sich: "Auf was für einen finsteren Trip ist die denn?"


                                                                                 Max Goldt - Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens
                                                                                 Auszug von der Seite 14

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