Mittwoch, 24. November 2010

Wie eine Crème brûlée ins soziale Aus befördert.

Man kennt das ja. Alles soll perfekt sein, wenn man Gäste zum Dinner einlädt. Es sollte dann auch schon das perfekte Dinner sein. Aber was soll man machen, wenn die Crème brûlée nach 120 Minuten im Ofen immer noch nicht fest geworden ist? Soll man das dann den Gästen als Pudding auftischen? Viel besser ist die Überlegung: Der Mitbewohner, mit Schürze und Lockenwicklern in den Haaren, präsentiert die perfekte Süßspeise mit einem koketten Lachen: "Hahaaa. Ach, haben wir keine einfachen Crème brûlées hinbekomen? Hm, war das einfachste Kochrezept zu schwer? Haben wir die Anleitung nicht befolgt? Dachten wir, wir können es besser, hm? War es so? Nein nein..." Und dann fangen die Gäste an, einen Blog zu veröffentlichen, wie schlecht ich kochen kann und den liest dann jeder, so dass sich jeder denkt "Oh mein Gott... wer ist das denn? Die bekommt ja nicht einmal die einfachsten Sachen gebacken. Verstehste, sie bekommt es nicht gebacken." Und dann übernimmt besagter Mitbewohner mit dem perfekten Lächeln und den Törtchen meine ganzen Freunde. Und dann steh ich da. Mit meinem Pudding in der Schüssel. Im sozialen Aus.

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